In Zeiten der Musse passiert es immer wieder, dass wir zu träumen beginnen. Wir bauen vor unseren Augen Phantasiegebilde. Lassen diese zu Ideen werden und manchmal (vermutlich in den selteneren Fällen) werden sie zu Projekten.
Freuen wir uns, dass uns das gelingt. Haben wir den Mut, zu träumen und daraus Projekte zu gestalten. Sie werden zu Bleibendem, was immer auch geschehen mag.
Meine "Wander"-Projekte werden sein, waren es und werden es immer bleiben:
| von Basel nach Chiasso | Die Idee mit dem Lineal auf einer Schweizerkarte eine gerade Linie von Basel nach Chiasso zu ziehen und dieser Linie möglichst mit geringen Abweichungen entlang zu wandern kam plötzlich. Wann genau, das weiss ich nicht mehr. Was geblieben ist, sind Genugtuung, schöne Erinnerungen Schritte auf meinem Lebensweg die mich geprägt und glücklich gemacht haben. |
| Dienstagswanderung | Eines Tages träumte ich davon mit verschiedensten Menschen bei jedem Wetter gemeinsam unterwegs zu sein. Entstanden sind die Dienstagswanderungen. Touren, die ich für jeden Dienstag plante, den Plan publizierte, im Internet veröffentlichte und mich Woche für Woche überraschen liess, wer sich mir anschliessen würde. Geblieben sind Erinnerungen, Freundschaften und die Gewissheit Gleichgesinnte um mich zu wissen. |
| Donnerstagswanderung | Entstanden sind die Donnerstagswanderungen aus den Dienstagswanderungen. Dies weil wir feststellen mussten, dass an Dienstagen Restaurationsbetriebe oftmals geschlossen (Wirtesonntag) hatten und wir unser Startkaffe sowie Wein und Pommes am Schluss einige Male nicht "erhalten" haben. An Donnerstagen ist die Wahrscheinlichkeit von Wirtesonntagen um einiges geringer. Geblieben ist die Erfahrung, dass unsere Vermutung richtig war und dass es trotzdem Wirte gibt, die den Donnerstag zu ihrem Sonntag machen. |
| von Thun nach Schaffhausen | Die Idee kam, als mir bewusst wurde, dass ich vor vielen Jahren als kleiner Knabe den umgekehrten Weg gehen musste und ich zum Fremden wurde. Ich wollte mit Freunden nach Hause, das Rad im Kopf zurück drehen, um das Fremdsein endlich zu überwinden. Geblieben sind die Erkenntnisse, dass sich kein einziges Rad zurück drehen lässt, das sich Fremdsein unabhängig von Ort und Zeit im Innern abspielt und dass Unterwegssein mit Lieben Heimat ist. |
| Kilimandscharo | Den Kilimandscharo (Kibo) zu besteigen war ein Traum, der allmählich und langsam entstand. Ich denke, dass ich auf der Suche nach dem Land war, dass ich (nicht alleine) auf der anderen Seite einer Brücke gesehen habe. Eine Wiese mit Blumen und Tieren und ein Tanz Hand in Hand. Keine Wirklichkeit, die sich störend bemerkbar macht. Distanz zum Hier und Jetzt. Als Geschenk gedacht und dann wieder vergessen aber nicht gestorben. Und plötzlich ein paar Zeilen im Internet und das Feuer Kibo begann neu zu leuchten. Was mir bleiben wird? Noch weiss ich es nicht. Was ich jetzt schon habe - Vorfreude. |




